
Geführte Motorradtouren in Sachsen
Text und Fotos: Manuela Wollny Sachsenbike-Tours
Kennen Sie das auch? Sie möchten eine Tour machen, legen sich eine Karte in den Tankrucksack und versuchen dann die besten Strecken und Sehenswürdigkeiten zu finden. Bei der Suche nach diesen Orten verschwendet man meistens so viel Zeit, dass Sie nach Hause fahren ohne auch nur einen Bruchteil dessen gesehen zu haben, was Sie eigentlich wollten.
Als Reiseveranstalter bietet Sachsenbike-Tours die Möglichkeit zu geführten Wochenendtouren, Tagestouren, Mehrtagestouren und individuellen Touren an. Unter der Leitung von Manuela Wollny führt ein Team von 10 Motorradfahrern durch die Sächsische Schweiz, das Erzgebirge, das Zittauer Gebirge und den Spreewald.
Als problemlos gelten im Regelfall bis zu 8 Bikes. Die Gruppe ist für den Führer noch zu überschauen, Tank-, Pinkel- und Raucherpausen richten sich nach persönlicher Vereinbarung. Darüber hinaus sollte spätestens alle 80 km oder jede Stunde an einem Ort gerastet werden, wo auch Mädels mal müssen können und möglichst getankt werden kann (beachte: 1 Chopper-Tankfüllung = ca. 150km!). Allgemein gilt: Je größer die Gruppe, desto mehr Sorgfalt sollte der Streckenplanung zukommen. Bei einem Convoy von einigen -zig Motorrädern sollte zum Beispiel die Route so verlaufen, dass möglichst wenig Ampeln oder Stopstraßen den Fluss der Gruppe unterbrechen. Im Zweifelsfall lieber einmal mehr die Kolonne nach dem Abbiegen auf dem Mehrzweckstreifen wieder versammeln, als die halbe Meute zu verlieren! Bewährt hat sich auch, bereits das nächste Pausenziel beim jeweiligen Stop bekannt zu geben, also z.B. „Wir fahren von hier nach Fort Fun“. So kann sich jeder zur Not auch auf eigene Faust noch durchschlagen
Gleich vor den Toren Dresdens erhebt sich eine der eigenwilligsten Naturschönheiten Deutschlands:
die wildromantische Felsenwelt des Elbsandsteingebirges. Bizarre Felsnadeln, lange Riffe und tiefe Schluchten durchziehen die Landschaft. Unsere Tour führt uns entlang an der Elbe in Richtung Pillnitz. Schon dort zeigen sich die ersten Reize dieser sanft, hügeligen Landschaft. Kleine Weinberge und der Park am Pillnitzer Schloss lassen erahnen was uns noch erwarten wird. Vorbei an traditionsreichen Dörfern erwartet uns die Festung Königstein. 1241 wurde sie erstmalig erwähnt und ist heute ein bedeutendes Denkmal europäischer Festungskunst. Mit Hilfe eines modernen Fahrstuhles bleibt uns der beschwerliche Aufstieg zu dem 362 m über der Elbe liegenden Felsmassiv erspart. Von hier oben bietet sich ein fantastischer Ausblick auf das malerische Elbsandsteingebirge und die Ausläufer des Osterzgebirges. Die Anlage hat eine wechselvolle Geschichte: ursprünglich mittelalterliche Grenzburg, später Ausbau zur Festung, Staatsgefängnis (berühmtester Gefangener 1706/07 Johann Friedrich Böttcher, Erfinder des europäischen Porzellans), Zufluchtsort sächsischer Kurfürsten und Könige, die hier Kunstschätze und Staatsschatz aufbewahrten, Ausflugsziel des Hofes. Unser Aufenthalt reicht aus für einen kleinen Rundgang und eine Kaffeepause.
Anschließend geht es weiter nach Bad Schandau. Schon auf dem Weg dahin wird uns klar, dass die Grenze nicht mehr weit ist. Der Verkehr wird zunehmend mehr und wir kommen nur langsam vorwärts. In Bad Schandau verlassen wir die Bundestrasse und fahren in Richtung Bastei. Wir genießen die Atmosphäre stiller Wälder und zahlreicher Kurven. An der Bastei angekommen gönnen wir unseren Motorrädern eine Pause und der Fußmarsch zur Bastei lockert uns wieder auf. Oben angekommen stehen wir 193 m über dem Elbstrom, der unmittelbar zu unseren Füßen fließt. Wir genießen den unverwechselbaren romantischen und großartige Landschaftsausblick. Zur Sensation wird die Aussicht aber erst durch die schmale über den Abgrund vorgeschobene Felskanzel. Von hieraus können wir auch die Fähigkeiten der Bergsteiger begutachten, die die Felsen des Basteigebiets wegen ihrer unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade sehr schätzen.
Nach einer ausreichenden Pause führt uns die Tour weiter zur Burg Stolpen. Das Wetter ist ideal und begleitet von lautem Vogelzwitschern durchfährt uns ein Gefühl von Freiheit. Schon wenige Kilometer weiter erwartet uns noch ein besonderer Leckerbissen, der jedes Bikerherz höher schlagen lässt- der Weg von Hohnstein nach Lohmen. Der besondere Reiz liegt in der äußerst harmonisch geschlängelte Asphaltstrasse und jeder nutzt brav die Minimalschräglage aus. Schon von weitem erspähen wir die majestätische Burganlage Stolpen und die letzten Euroscheine dieses Tourtages investieren wir in einen leckeren Kaffee an dem steil zur Burg ansteigenden Marktplatz.
Auf den letzten Kilometern nach Dresden genießen wir noch mal in vollen Zügen die Reize dieser Landschaft und ein Blick auf den Tacho zeigt uns, dass wir 250 km gefahren sind. Wir wurden belohnt mit atemberaubenden Ausblicken und kurvige Routen durch das Hinterland mit vielen interessanten Sehenswürdigkeiten.
Weitere Informationen und Reiseziele unter:
Sachsenbike-Tours
Manuela Wollny
Prießnitzstr. 42
Homepage: Sachsenbike-Tours
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